Als erfolgreicher Landwirt bewirtschaftet Günther Felßner einen Betrieb mit 100 Milchkühen und 17ha landwirtschaftlicher Nutzfläche. Seit Oktober 2022 ist er Präsident des BBV und seit Juni 2023 stellvertretender Präsident des Deutschen Bauernverbandes, dem alle 18 landwirtschaftlichen Vertretungen Deutschlands angehören.
Bei der Bundestagswahl kandidierte Felßner für die CSU und sollte als Agrarminister das Bundeslandwirtschaftsministerium übernehmen. Diese Kandidatur zog er zurück, nachdem seine Frau, während er selbst zu Sondierungsverhandlungen in Berlin war, auf seinem Hof physische und psychische Gewalt durch protestierende Umweltaktivisten erfahren und einen Zusammenbruch erlitten hatte, was den Aktivisten wiederum ein Ermittlungsverfahren wegen Hausfriedensbruch einbrachte.
Der 1966 in Lauf an der Pegnitz geborene landwirtschaftliche Diplomingenieur ist wegen eines Schuldspruchs mit reduziertem Strafbefehl in einem auf einer anonymen Anzeige aufgebauten Verfahren, diverser Lobbyisten-Vorwürfe und fragwürdiger Äußerungen betreffs Arten- und Klimaschutz selbst dabei alles andere als unumstritten. Wie Felßner mit den Bauernprotesten dazu beitrug, einen Regierungswechsel in Deutschland herbeizuführen und warum er u.a. politisch vorgegebene Bio-Anteile in der Landwirtschaft für ein Unding hält, will bei seinem Besuch am 9. Oktober genauer hinterfragt werden.

Moderation: Simon Stadler, Mediengruppe Attenkofer

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